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Konzeption und Programmierung eines interaktiven multimedialen Tutorials für das CANTUS-Mischpultsystem

Volker Gnann, Joachim Müller, 2001

Die Entwicklung multimedialer Lehr- und Lernsysteme (MMLLS) ist aktueller denn je. Durch die weite Verbreitung von PC´s und Internet ist es möglich geworden, solche Lehr- und Lernsysteme einer breiten Benutzerschicht zugänglich
zu machen. Ein solches Lehr- und Lernsystem bietet viele Vorteile und hat nicht in jedem Fall einen Ausschließlichkeitsanspruch. Ein MMLLS kann ebensogut auch in der Kombination mit Handbüchern und anderen Lehrmedien verwendet werden und sie ergänzen. Diese Zusammenarbeit ist auch auf der vorliegenden CD-ROM realisiert. Der Benutzer hat zu jedem Zeitpunkt auch die Möglichkeit, durch einen einfachen Mausklick zum gerade behandelten Thema auch das dazu passende Kapitel im Bedienungshandbuch nachzulesen (s.u.).
Gerade in der Vielfältigkeit der Lernmittel liegt eine große Chance, dem Lernenden oder auch dem Benutzer eines komplexen Mischpultsystems auf spielerische Weise Informationen und somit Wissen zu vermitteln. Aus eigenen Erfahrungen im täglichen Hochschulbetrieb, wie an der Tonmeisterabteilung der Hochschule für Musik Detmold, in der täglich Studenten mit der Komplexität der Tonstudiotechnik konfrontiert sind und auch aus den Erfahrungen im Verkauf der Mischpulte sowie der anschließenden Schulung der Kunden, entstand somit die Idee, eine solche CD-ROM zu entwickeln.
Im Normalfall sind an der Entwicklung von MMLLS mehrere Personen beteiligt, die zunächst einmal für sich spezifische Qualifikationen aufweisen: Autoren, Designer, Programmierer und schließlich auch Benutzer, die Vorschläge machen und die auch als Testpersonen kritisch mitwirken. Aus der Zusammenarbeit dieser verschiedenen Personengruppen ergeben sich natürlicherweise einige spezifische Probleme. Die Durchsetzung eigener Interessen und Konzepte stehen hier der Verwirklichung eines Gesamtkonzeptes gegenüber. Entscheidend für diesen Prozeß ist die in jeder Phase des Entstehens
notwendige Kommunikation und auch Erfahrung mit Teamwork. Verallgemeinernd kann man festhalten, daß mit steigender Zahl von Mitarbeitern an einem Projekt auch die im Vorfeld anstehende Planungsarbeit zunimmt. Diese
Thematik kann in der vorliegenden Arbeit ausgeklammert werden, da wir die Arbeit in allen Punkten selbst ausgeführt haben und das Arbeiten ”zu zweit“ nur ansatzweise die Problematik der Teamarbeit streift.

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