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Vergleichende Monoaufnahmen aus verschiedenen Richtungen

Semesterarbeit Vergleichende Monoaufnahmen aus verschiedenen Richtungen, SoSe 2012

Prof. Bernhard Güttler

In der Aufnahmepraxis suchen wir immer den klanglich optimalen Mikrofonort, wo ein Instrument einfach am Besten und entsprechend unserer Hörerwartung klingt. Oft haben wir dabei nicht die Zeit und Muse, Abstrahlcharakteristiken der Instrumente systematisch zu untersuchen.

Dieses Semester wollen wir uns die Aufgabe stellen, systematische ein Instrument oder eine Stimme aus verschiedenen Richtungen aufzunehmen und in der späteren Auswertung klanglich zu vergleichen und die Klangunterschiede in Abhängigkeit vom Abstrahlungswinkel besser kennenzulernen.

Die Regeln:

  • nur ein Mikrofontyp für alle Positionen (ist das nicht möglich, dann mit dem gleichen Mikrofontyp zeitversetzt mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Positionen durchführen, nicht mehrere Mikrofontypen mischen)
  • mindestens drei Positionen in der Horizontalebene aufnehmen
  • mindestens drei Positionen in der Medianebene aufnehmen
  • je mehr Positionen Sie schaffen, desto besser
  • Als 0-Grad-Richtung in beiden Ebenen, Horizontal- und Median-, gilt die typische Aufstellung des Instruments auf der Bühne mit 0 Grad horizontal auf die Saalmitte zeigend und 0 Grad in der Medianebene waagerecht ins Publikum zeigend.
  • Eine Position entwickeln Sie selbst in sinnvoller Auffäherung der instrumentenspezifischen Hauptabstrahlrichtungen.
  • alle Aufnahmen äquidistant zum klanglichen Mittelpunkt des Instruments, d.h. auf Kreisbahnen in beiden Ebenen um das Instrument herum
  • Keine feste Vorgabe für die Entfernung, aber in einem sinnvollen Abstand, also nicht so nah, dass der klanglich abstrahlende Teil des Instruments in seiner Ausdehnung größer ist als der Abstand zum Instrument selbst und auch nicht zu weit im Diffusfeld. Typische klangbildende Reflexionen, z.B. vom Deckel beim Flügel und Bodenreflexionen beim Cello u.v.a. sind aber erwünscht.
  • Die gewählten Musikbeispiele sollten nach Möglichkeit Tonumfang und Dynamikumfang der Instrumente gut repräsentieren.

Kreative weitergehende Auswertungen sind ausdrücklich erwünscht. Z.B. kann man die Spektralfarbedarstellung in Spectral Cleaning Tools wie "Renovator" gut zur Visualisierung von Klangunterschieden und Ausprägungen von Formanten nutzen. Man kann verschiedene Spieltechniken mit einbeziehen (mit Dämpfer, ...), Darmsaiten gegen Metall, Cello auf Podium oder ohne, usw. Aber immer die Priorität in der Auswertung auf die Auswirkungen auf die Abstrahlrichtung legen.

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