Klanglich-akustische Optimierung digitaler Audio-Kompandersysteme für drahtlose Mikrofonanlagen
Daniel Schleef, 2004
Kompandersysteme sind im Bereich der analogen Tonband-Aufnahmetechnik bereits seit mehreren Jahrzehnten im Einsatz. Angesichts des Eigenrauschens der Bänder wurden schon in den 1960er Jahren verschiedene Rauschunterdrückungssysteme entwickelt; geläufige Vertreter dieser Gattung heißen beispielsweise "Dolby A", "Dolby B" oder "Dolby SR". Durch die allseits bekannte "Dolby"-Taste bei hochwertigeren Kassettenrecordern hielten Kompander teilweise auch Einzug beim heimischen Anwender. Erst die Digitaltechnik machte die Kompander überflüssig.
Die
drahtlose Mikrofon-Übertragungstechnik arbeitet aus verschiedenen
Gründen bis heute fast ausschließlich mit analogen FM-Funkstrecken;
digitale - und damit rauschfreie - Funkstrecken sind derzeit nicht ohne
weiteres zu realisieren. Man versucht daher, das störende Rauschen der
FM-Übertragung mit Hilfe von unterschiedlichen Kompandersystemen zu
unterdrücken, ohne das originale Audiosignal dabei klanglich zu
beeinträchtigen. In den modernsten Geräten kommen dabei digitale
Kompander zum Einsatz. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden bei der
Firma
Sennheiser
- mit Hilfe einer eigens für diesen Zweck entwickelten
Simulationssoftware - umfangreiche klangliche Untersuchungen
zahlreicher Kompander-Parameter durchgeführt, teilweise ergänzt durch
ausführliche Hörvergleiche mit Studierenden des
Erich-Thienhaus-Instituts. Die Ergebnisse dieser Tests ermöglichen die
Konstruktion neuartiger digitaler Kompander, die nicht nur hervorragend
klingen, sondern auch programmierbar sind, um sie verschiedenartigem
Audiomaterial und unterschiedlichen Empfangsbedingungen anpassen zu
können.
Eine Zusammenfassung ist als pdf-Datei verfügbar:
| kompander.pdf | (55 kB) |
(ds)

