WFSpielräume
Jeden letzten Mittwoch im Monat ab 21 Uhr im Konzerthaus Detmold

Mit dem Sommersemester 2010 findet erstmalig die Veranstaltungsreihe "WFSpielräume - Werkstatt für Wellenfeldsynthese" an der HfM statt. Als Aufführungsort ist das Konzerthaus jeweils am letzten Mittwoch im Monat ab 21 Uhr Studierenden und Dozenten der HfM sowie Gästen aus dem In- und Ausland zur Verfügung stehen. Dieser Spielraum bietet die Möglichkeit zum experimentellen Kennenlernen der neuen kompositorischen, musikalischen und aufführungspraktischen Möglichkeiten, die sich durch die seit Mai letzten Jahres verfügbare Wellenfeldsyntheseanlage sowie die seit Dezember 2009 installierte Midifizierung der Konzerthausorgel ergeben.
Im Sommersemester 2010 steht der Lehrbeauftragte Marc Awolin als Ansprechpartner und Vermittler für Fragen nach Repertoire und Realisierung räumlicher Konzepte im Wellenfeld (mit Schwerpunkt zeitgenössischer Musik) zur Verfügung. Er ist mit der ideellen Zusammenführung der Segmente Instrumentalist, Tonmeister und Werk betraut. Lösungsansätze für Projekte im individuellen Austausch mit Studenten zu suchen, wird seine Aufgabe sein. Sein Sprechzeit ist nach Vereinbarung und auf Anfrage der Studenten und Dozenten.
Als Vorschläge für Aktivitäten, die in den WFSpielräumen erprobt und in zwei WFS-Konzerten am 14.7. und 30.10.2010 aufgeführt werden könnten, sind bisher diese Projekte geplant:
Shingo Inao (Musiker an den Instrumenten Tosso und Qgo) und Marius Heuser (Tonmeisterstudent):
Der Klangkünstler Shingo Inao musiziert auf seinen selbst konstruierten Instrumenten "Tosso" und "Qgo". Diese beiden Instrumente erzeugen elektronische Klänge, die von ihm mithilfe von speziellen Sensoren gesteuert werden. Das besondere bei Shingo Inaos elektronischer Musik ist die Körperlichkeit, die durch diese Verbindung zwischen Bewegung und Klang entsteht. Insbesondere sein Spiel auf dem Qgo hat neben der Musik eine gestische, theatralische Dimension. Im Konzert wird erstmals versucht werden, die körperliche Bewegung, die Teil der Musik ist, auch akustisch mithilfe der Wellenfeldsynthese erklingen zu lassen.
Der Klangkünstler Shingo Inao musiziert auf seinen selbst konstruierten Instrumenten "Tosso" und "Qgo". Diese beiden Instrumente erzeugen elektronische Klänge, die von ihm mithilfe von speziellen Sensoren gesteuert werden. Das besondere bei Shingo Inaos elektronischer Musik ist die Körperlichkeit, die durch diese Verbindung zwischen Bewegung und Klang entsteht. Insbesondere sein Spiel auf dem Qgo hat neben der Musik eine gestische, theatralische Dimension. Im Konzert wird erstmals versucht werden, die körperliche Bewegung, die Teil der Musik ist, auch akustisch mithilfe der Wellenfeldsynthese erklingen zu lassen.
Proben am 26.5., Aufführung am 14.7.2010
Jonathan Misch (Violine) und Hannes Fritsch (Tonmeisterstudent):
Jonathan Misch und Hannes Fritsch arbeiten an einer Realisation des Werkes "Anthemes II" von Pierre Boulez für Violine und Live-Elektronik. Dieses, 1997 komponierte und uraufgeführte, Werk verbindet vielschichtig verschiedene Elemente elektronischer Liveverarbeitung der Violinenklänge, vorproduzierte Klänge und räumliche Komponenten. Dabei sind die einzelnen Ebenen kaum separiert wahrnehmbar und vermischen sich zu einem Gesamtklang. Ursprünglich konzipiert für eine Wiedergabe mit acht Lautsprechern wird anhand der technischen Beschreibungen deutlich, dass Boulez sich eine Umsetzung mit Wellenfeldsynthese vorgestellt hat, die technisch allerdings noch nicht realisierbar war. Nun wird mit Hilfe der Wellenfeldsynthese zum ersten Mal eine Umsetzung im eigentlichen Sinne Boulez' stattfinden.
Jonathan Misch und Hannes Fritsch arbeiten an einer Realisation des Werkes "Anthemes II" von Pierre Boulez für Violine und Live-Elektronik. Dieses, 1997 komponierte und uraufgeführte, Werk verbindet vielschichtig verschiedene Elemente elektronischer Liveverarbeitung der Violinenklänge, vorproduzierte Klänge und räumliche Komponenten. Dabei sind die einzelnen Ebenen kaum separiert wahrnehmbar und vermischen sich zu einem Gesamtklang. Ursprünglich konzipiert für eine Wiedergabe mit acht Lautsprechern wird anhand der technischen Beschreibungen deutlich, dass Boulez sich eine Umsetzung mit Wellenfeldsynthese vorgestellt hat, die technisch allerdings noch nicht realisierbar war. Nun wird mit Hilfe der Wellenfeldsynthese zum ersten Mal eine Umsetzung im eigentlichen Sinne Boulez' stattfinden.
Probe am 30.6., Aufführung am 14.7.2010
Tom de Cock (Schlagzeuger aus Belgien) und Philip Krause (Tonmeisterstudent):
- Pierluigi Billone: MANI.MONO fuer solo springdrum
- Chaostika von Yann Robin für Schlagzeug und Elektronik
Aufführung am 14.7.2010
- Chaostika von Yann Robin für Schlagzeug und Elektronik
Aufführung am 14.7.2010
Valerio Sannicandro (Komponist, 2. Preisträgers des Wettbewerbs "Architecture of sound"), Philip Krause & Robin Bös (Tonmeisterstudenten), Patricia Doser (Dirigentin), Musiker der HfM, Falk Grieffenhagen (Musikinformatiker), Prof. Redel, Prof. Kob et al:
Das Werk "Alnilam / Alnitak / Mintaka" für Piano, zwei Vibraphone, Kammerorchester und Wellenfeldsynthese wird im Sommer 2010 geprobt und bei der Eröffnungsveranstaltung des Wintersemesters 2010/11 aufgeführt. Da die Soloinstrumente nicht auf der Bühne stehen, ihr Klang jedoch mittels WFS an verschiedene Orte des Konzerthauses transformiert wird, wird zur Zeit in Gemeinschaftsarbeit ein Konzept entwickelt, die Transformation multimedial fassbar zu machen.
Proben während der WFSpielräume, Aufführung am 29. (Semestereröffnung) und 30.10.2010 (Alumnikonzert)
Sie sind herzlich eingeladen, an den WFSpielräumen teilzunehmen und Kolleginnen, Kollegen und Studierende auf diese Veranstaltungsreihe hinzuweisen. Gerne stehe ich für Rückfragen und Vorschläge zu den WFSpielräumen zur Verfügung.
Materialien

