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Bachelorstudiengang

Der Bachelorstudiengang Musikübertragung/Tonmeister (B.Mus.) des Erich-Thienhaus-Institutes der Hochschule für Musik Detmold dient der Förderung und gezielten Lenkung der musikalisch-naturwissenschaftlich-technischen Begabung eines Studierenden, um ihn auf seine Aufgabe als künstlerischer Aufnahmeleiter von Musikproduktionen des E- und U-Musikbereiches vorzubereiten. Die Studienordnung wurde in den letzten eineinhalb Jahren evaluiert und im Ergebnis revidiert. Hierbei flossen die Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre ein. Die neue Studienordnung gilt ab dem Wintersemester 2013/14.

 Das Studium unterteilt sich in folgende drei Bereiche:

 

    1. künstlerisch-praktische Fächer

    2. musiktheoretische und wissenschaftliche Fächer

    3. mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer


 

 

Der Studienplan der Tonmeisterausbildung ist auf dem Grundsatz aufgebaut, dass das Studium der musikalischen und technischen Fächer aufeinander aufbaut, wobei die Verdeutlichung der wechselseitigen Beziehungen zwischen den musikalischen und technischen Problemen stets im Vordergrund steht. Dadurch wird der angehende Tonmeister schon während seines Studiums auf seine Funktion als "Dolmetscher" zwischen den künstlerischen und technischen Bereichen vorbereitet. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung stellt die besondere Schulung des Gehörs mit dem Ziel das Hören aus dem Umfeld einer subjektiven Beurteilung auf eine objektive Ebene zu heben, dar.
Weiterhin wird in der Ausbildung großer Wert auf die Kommunikationsfähigkeit des angehenden Tonmeisters mit den Künstlern gelegt, da dies die fruchtbare Grundlage einer jeden Musikproduktion darstellt. Begriffe wie Sensibilität, Einfühlungsvermögen, Diplomatie, wie auch Fachkompetenz und Führungsqualität werden groß geschrieben.

Dem Tonmeister muss sein während der Ausbildung erlerntes Wissen ermöglichen können, Musikaufnahmen nach Kriterien wie Interpretation, Werktreue, Authentizität, Ästhetik, Musikalität und Klang durchzuführen. Studierenden des Studiengangs Musikübertragung/Tonmeister werden im Zuge der immer größeren Verflechtung multimedialer Techniken, stets aktuelle Inhalte der audio-visuellen Bereiche vermittelt.

 

    "Detmold hat durch Gründung eines Tonmeisterinstituts der Welt ein Novum geschenkt und mit hochqualifizierter Ausbildungsarbeit eine hervorragende Reputation erworben. Tonmeister leisten durch ihre doppelte Kompetenz in vielen Fällen unersetzbare Arbeit. Das Detmolder Institut sorgt dafür, den jungen Studierenden von heute die Möglichkeit einer praxisgerechten, musikalisch orientierten technischen Ausbildung zu bieten, deren immer komplexer werdende Technizität ohne eine hervorragende Musikalität sinnlos bliebe."

(Pierre Boulez, Komponist u. Dirigent)

 

Mit den ihm zur Verfügung stehenden Einrichtungen der Hochschule für Musik, den dort studierenden Musikern und den Studios des Erich-Thienhaus-Instituts sind dem angehenden Tonmeister sämtliche Mittel in die Hand gegeben, um sich die oben erwähnten Qualitäten anzueignen. Hinzu kommen die Kooperationen und der rege Kontakt zu anderen Hochschulen und nicht zuletzt auch der Kontakt zur Musikszene zwecks gemeinsamer, nicht kommerzieller Produktionen. Die Hochschule für Musik Detmold und die Verantwortlichen für den Studiengang Musikübertragung/Tonmeister bemühen sich mit teilweise großer Unterstützung seitens des Landes NRW und der Industrie, die technischen Einrichtungen des Erich-Thienhaus-Instituts dem Stand der audio-visuellen Entwicklung anzupassen, was ein nicht immer leichtes Unterfangen ist. Die derzeitige Ausstattung des ETI repräsentiert "State-of-the-art" modernster Studiotechnik.

(ca/am/tw/schu)

 

Dokumente

Studienplan | PDF

Studienordnung | PDF

Prüfungsordnung | PDF

 

Anmeldefristen

Siehe Terminübersicht auf der Website der HfM Detmold

 

Aufnahmeprüfung

Vorbereitung

Es besteht in den Fächern Gehörbildung und Musiktheorie/Tonsatz die Möglichkeit, einen Vorbereitungskurs des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV) zu besuchen, der gewöhnlich zweimal im Jahr jeweils an zwei Wochenenden in der Hochschule für Musik Detmold stattfindet. Informationen dazu erhalten Sie direkt beim DTKV NRW.

 

Anmeldung

Die Eignungsprüfung findet in jedem Semester  (Juni bzw. Januar) statt und erstreckt sich über drei, ggf. auch nur über zwei Tage (dann entfällt der u. g. "erste Tag").
Genauere Informationen über die Anmeldung und den Terminen zur Aufnahmeprüfung entnehmen Sie bitte dem Portal für Studienbewerber der Hochschule für Musik Detmold. Dort finden Sie auch die benötigten Formulare für Ihre Anmeldung. Weiterhin steht Ihnen der Studierendenservice für weitere Fragen gern zur Verfügung.

  

Anforderungen/ Inhalte

Die Prüfungsfächer Hauptinstrument, Musikübertragung, Musikliteraturkenntnis, Musiktheorie und Gehörbildung stellen bei der Aufnahmeprüfung die "Hauptfächer" dar. Die Eignungsprüfung gilt bereits als nicht bestanden, wenn nur in einem dieser Prüfungsteile eine nicht ausreichende Leistung erzielt wurde. In diesem Fall können Sie die Eignungsprüfung ein zweites mal wiederholen; bereits bestandene Teilprüfungen werden ein Jahr lang anerkannt.
Am Abend es zweiten Tages werden die Ergebnisse der schriftlichen Tests bekanntgegeben. Ggf. werden Sie am dritten Tag in ein Kolloquium geladen - hier haben Sie die Möglichkeit, die noch notwendigen Punkte nicht bestandener schriftl. Klausuren zu erreichen. Haben Sie alle schriftl. Prüfungen oder das Kolloquium bestanden, so gehen Sie zu den Prüfungen im Haupt & Nebeninstrument am Nachmittag des dritten Tages. Auch hier können nicht bestandene Prüfungen innerhalb eines Jahres nachgeholt werden.

 

Erster/Zweiter Tag
  • Gehörbildung

    In einem schriftlichen Test von etwa 60 Minuten Dauer hat der Bewerber die Fähigkeit nachzuweisen, elementare rhythmische, melodische, harmonische und formale Zusammenhänge hörend zu erkennen.
    Schwerpunkte der Aufgaben liegen im Erkennen von Taktarten, Rhythmen, Intervallen und Akkorden, in Gedächtnisaufgaben im melodischen Bereich, im Notieren eines zweistimmigen Satzes nach Diktat, im Erkennen von Fehlern in einem dreistimmigen Satz und freitonalen Klängen. || Mustertest || Lösungen ||

  • Musikliteraturkenntnis

    In einem schriftlichen Test von 60 Minuten Dauer sind stiltypische Einordnungen von Partiturbildern vorzunehmen und dabei hinreichende Vorkenntnisse über Komponisten, Instrumente und Musikliteratur von der Renaissance bis zur Gegenwart nachzuweisen.

  • Musiktheorie

    In einem schriftlichen Test (60 Min.) werden fortgeschrittene Kenntnisse der dur-moll-tonalen Harmonielehre erwartet: Ausarbeitung eines bezifferten Basses, eines zweistimmig polyphonen und eines vierstimmig homophonen Lied- oder Choralsatzes. || Mustertest ||

  • Musikübertragung

    In Klangbeispielen von ernster sowie auch populärer Musik und Auswertung in einem Fragebogen (mit Anleitung) soll das musikalische und technische Differenzierungsvermögen festgestellt werden. Aufgaben zum Interpretationsvergleich, zu musikalischer Gestaltung (Tempo, Artikulation, Besetzungen etc.) sowie technischen Aspekten (mono, stereo, Seitenvertauschung etc.). Darüber hinaus werden allgemeine Fragen zu technischen und mathematischen Grundlagen der Tonstudiotechnik gestellt. Erwartet werden dabei auch Kenntnisse aus der gymnasialen Oberstufe (Abitur) sowie Grundwissen in Akustik und Studiotechnik. Klausurdauer: 90 Min.

 

Dritter Tag

  • Kolloquium

    Wenn das Ergebnis der schriftlichen Tests nur eine bedingte Eignung attestiert, werden die Bewerber am zweiten Tag ins Kolloquium eingeladen. In einem Gespräch (ca. 20 Minuten) stellt die Prüfungskommission vertiefende Fragen zu den schriftlichen Prüfungen und Sie haben hier noch einmal die Möglichkeit, Ihre Eignung nachzuweisen. Das Ergebnis des Kolloquiums wird im Anschluss bekannt gegeben. Jeder der bestanden hat nimmt dann an der Eignungsprüfungen für das künstlerischen Hauptfach und Nebenfach teil.

  • Hauptinstrument

    Die Dauer der Eignungsvorstellung im künstlerischen Hauptfach beträgt bis zu 20 Minuten. Der Bewerber legt der Kommission eine Liste der für den Vortrag vorbereiteten Werke vor, die anspruchsvolle Literatur aus den für das jeweilige Instrument bzw. Gesang wichtigen Stilepochen, einschließlich der zeitgenössischen Musik, ggf. auch Etüden beinhaltet. Nähere Angaben enthält der Studienführer der Hochschule.
    Die Werke sollen vollständig vorbereitet sein. (d.h. z.B. alle Sätze einer klassischen Sonate, aber natürlich nicht alle Werke eines Zyklus oder ganze Bände bei umfangreicheren Werken.) Die Kommission wählt aus der Liste die Werke oder Werkteile aus, die der Bewerber vortragen soll. Beurteilungskriterien sind musikalische Gestaltung, künstlerische Fantasie, Werktreue, stilistisches Empfinden, technisches Können und die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Die Kommission kann den Vortrag unterbrechen.

  • Neben- bzw. Pflichtinstrument

    Wenn Klavier nicht Hauptinstrument ist, werden gehobene Anforderungen als zweites Instrument erwartet: Vorspiel von zwei mittelschweren Klavierstücken aus der Literatur verschiedener Stilepochen.
    Bei Klavier als Hauptinstrument ist ein zweites Instrument wahlfrei. Es kann im Studium aber nur belegt werden, wenn die Studienplatzkapazität der Hochschule für Musik Detmold dies zuläßt und wenn in einer Feststellungsprüfung bereits Vorkenntnisse nachgewiesen werden: Zwei leichtere Werke aus verschiedenen Stilepochen mindestens im Schwierigkeitsgrad der "Unterstufe" (wie im Lehrplan des Verbandes deutscher Musikschulen definiert) sind vorzutragen. Bei Gesang wird die stimmliche Eignung mit dem Vortrag eines Volks- und eines leichten Kunstliedes festgestellt.

 

Bitte beachten Sie auch die Informationsseite zum Bachelorstudiengang Musikübertragung/Tonmeister der Hochschule für Musik Detmold im Portal für Studienbewerber, dort finden Sie ebenfalls die aktuelle Bachelorstudienordnung, sowie die Prüfungsordnung. Weitere Informationen erhalten Sie beim Studierendenservice der HfM Detmold.

Für Fragen nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit dem ETI auf. Für Studieninteressenten gilt zusätzlich die Bitte und die Empfehlung, rechtzeitig die Studienberatung in Anspruch zu nehmen, um eine optimale Entscheidungsmöglichkeit für die eigene Zukunftsplanung zu erhalten.

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