Orchesterproduktion in der Jesus-Christus Kirche Berlin Dahlem

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Drei Produktionstage, ein traditionsreicher Aufnahmeraum und ein vielseitiges Orchesterprogramm: In diesem Sommer führte eine neue Kooperation des Erich-Thienhaus-Instituts Tonmeisterstudierende nach Berlin. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Jugendorchester Berlin (PJOB) entstand im Rahmen eines Aufnahmeleitungsseminars unter der Leitung von Prof. Bernhard Güttler eine umfangreiche Orchesterproduktion.

Für die Stu­die­ren­den ging es da­bei in die Je­sus-Chris­tus-Kir­che in Ber­lin-Dah­lem – einen der be­kann­tes­ten und tra­di­ti­ons­reichs­ten Auf­nah­meräu­me für klas­si­sche Mu­sik in Deutsch­land. Die be­son­de­re Akus­tik des Raum­es und sei­ne lan­ge Ge­schich­te als Pro­duk­ti­ons­ort mach­ten die Ta­ge in Ber­lin zu ei­ner be­son­de­ren Ge­le­gen­heit, prak­ti­sche Er­fah­run­gen un­ter rea­len Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen zu sam­meln.

Im Mit­tel­punkt stand die Her­aus­for­de­rung, mit ei­nem mo­bi­len Auf­nah­me­sys­tem in ei­ner zu­nächst un­ge­wohn­ten Um­ge­bung einen über­zeu­gen­den Or­che­s­ter­klang zu rea­li­sie­ren. Von der Ein­rich­tung und tech­ni­schen Vor­be­rei­tung über die Aus­wahl und Po­si­tio­nie­rung der Mi­kro­fo­ne bis hin zur ei­gent­li­chen Auf­nah­me wur­de die Pro­duk­ti­on von den Stu­die­ren­den ei­gen­stän­dig ge­plant und durch­ge­führt. Da­bei über­nah­men sie die Ver­ant­wor­tung für die ein­zel­nen Pro­duk­ti­ons­schrit­te und die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Di­ri­gent und Or­che­s­ter. Prof. Bern­hard Gütt­ler be­glei­te­te die Ar­beit, stand be­ra­tend zur Sei­te und gab an den ent­schei­den­den Stel­len Tipps und Im­pul­se. So konn­ten die Stu­die­ren­den die ge­sam­te Pro­duk­ti­on weit­ge­hend selbst­stän­dig un­ter pro­fes­sio­nel­len Be­din­gun­gen um­set­zen.

Auch mu­si­ka­lisch war für Ab­wechs­lung ge­sorgt: Auf dem Pro­gramm stan­den Loui­se Far­ren­cs Ers­te Ou­ver­tü­re für Or­che­s­ter, Jo­han­nes Brahms’ Dop­pel­kon­zert für Vio­li­ne und Vio­lon­cel­lo so­wie Jean Si­be­li­us’ Zwei­te Sin­fo­nie. Drei Wer­ke mit ganz un­ter­schied­li­chen mu­si­ka­li­schen Cha­rak­te­ren und An­for­de­run­gen – und da­mit ein eben­so viel­sei­ti­ges Ar­beits­feld für die Auf­nah­me­lei­tung.

Den Ab­schluss der drei Pro­duk­ti­ons­ta­ge bil­de­te der Kon­zert­mit­schnitt. Hier muss­te sich die zu­vor er­ar­bei­te­te tech­ni­sche und mu­si­ka­li­sche Um­set­zung schließ­lich un­ter den Be­din­gun­gen ei­ner Li­ve-Auf­füh­rung be­wäh­ren. Ge­ra­de die­se Ver­bin­dung aus Vor­be­rei­tung, kon­zen­trier­ter Pro­duk­ti­ons­ar­beit und der un­mit­tel­ba­ren Si­tua­ti­on des Kon­zert­mit­schnitts mach­te die Pro­duk­ti­on zu ei­ner wert­vol­len prak­ti­schen Er­fah­rung.

Die Ko­ope­ra­ti­on mit dem Phil­har­mo­ni­schen Ju­gend­or­che­s­ter Ber­lin war für die Stu­die­ren­den ei­ne in­ten­si­ve und be­rei­chern­de Er­fah­rung. Wir be­dan­ken uns herz­lich beim PJOB für die her­vor­ra­gen­de Zu­sam­men­ar­beit und die ge­mein­sa­me Zeit in Ber­lin – und freu­en uns dar­auf, die­se Ko­ope­ra­ti­on hof­fent­lich bald fort­set­zen zu kön­nen.

16. September 2026

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